Mamageschichte: “ Doch damals hätte ich mir mehr Details gewünscht.“

photoart_05232015221713Nach einer Ewigkeit melde ich mich zurück und natürlich nicht mit leeren Händen. Ich möchte euch jemanden vorstellen den ich selbst vor kurzem entdeckt habe

Die liebe Alexandra ist auch eine Zwillingsmama und bloggt. Das besondere an ihrem Blog ist, dass sie Tipps und Tricks für den Alltag mit Zwillingen festhält und veröffentlicht; wenn ihr mich fragt genau so etwas habe ich damals vergeblich gesucht! Mehr über Alexandra und wie sie zu dieser genialen Idee kam erfährt ihr im Interview ;D

Erzähl etwas über dich, wer bist du? Wie war dein Leben vor den Zwillingen?

Ich bin 32 und lebe mit meinem Mann und unserem Zwillingspärchen in der Region Zürich. Vor 10 Monaten kamen unsere Kinder zur Welt und veränderten mein Leben total. Davor war ich Project Manager in einer IT-Firma und hab in meiner Freizeit leidenschaftlich gerne fotografiert. Die Fotografie ist geblieben – Allerdings habe ich nun nur noch 2 Sujets. Aber die werden nie langweilig 😉

Sie bekommen Zwillinge! Was ging dir durch den Kopf? Welche Freuden? Welche Ängste?

Ehrlicherweise war ich nicht sehr überrascht –

Wir haben viele Zwillinge in der Familie und als Teenager haben wir spaßeshalber geraten, wer aus unserer Generation einmal Zwillinge haben würde 😉

Wir freuten uns beide sehr über die Nachricht, dass es Zwillinge sein würden. Mein Mann sagte gleich, er habe sich ohnehin schon immer zwei Kinder gewünscht. Ich selbst war überwältigt – Zwei kleine Lebewesen auf einmal! Das Leben ist manchmal unglaublich großzügig. Ich konnte kaum glauben, dass ich das erleben darf

Rasch kamen dann die typischen Fragen auf. Müssen wir umziehen? Brauchen wir ein größeres Auto? Wann werde ich wieder arbeiten können und zu wie viel Prozent? Aber auch ganz praktische Fragen wie: Wie kann ich zwei Babys trösten wenn sie gleichzeitig weinen? Wie soll ich beide tragen? Wie sollen beide gleichzeitig satt werden?

Wie hast du dich auf die Kinder vorbereitet? (Bücher, Austausch, Internet…???)

Ich hab in der Tat viel gelesen. Ich hab mir drei Zwillingsbücher gekauft, hab laufend Zwillingsthemen gegoogelt, war in Zwillingsforen unterwegs und hab einem Informationsabend eines Zwillingsklubs teilgenommen. Ich wollte wissen, wie der Alltag mit Zwillingen zu meistern ist und war daher auf der Suche nach Praxistipps. Aber irgendwie fand ich nicht wonach ich suchte.  Meist fand ich Mutmachendes wie “Ihr macht das schon” oder “Ihr werdet für alles eine Lösung finden” oder einzelne Sätze in denen ein Tipp kurz und knapp stand und sich mir trotzdem viele Fragezeichen stellten. Heute als Zwillingsmami verstehe ich das, es geht nämlich tatsächlich immer irgendwie – Doch damals hätte ich mir mehr Details gewünscht.

Was hat dich motiviert diesen genialen Blog zu machen?

Ich will werdenden Zwillingsmüttern die Angst nehmen & Mut machen – Und das mit dem was ich in der Schwangerschaft vergeblich gesucht habe. Kurze knappe Beispiele wie Situationen gemeistert werden können. Da sich die Kleinen sehr rasch weiterentwickeln, schreibe ich mir auch Kleinigkeiten auf, denn das alles ist rasch vergessen.

Da jede Familie andere Lösungen hat, hoffe ich dass die Leser in den Kommentaren von ihren eigenen Erfahrungen berichten. Meine Tipps sind nur eine von vielen Möglichkeiten und keinesfalls die einzig Richtige.

Wie kam es zu dem Namen doubelyblessedblog? Steckt da eine Story dahinter?

Wir haben eine Glückwunschkarte mit dem Titel „doublyblessed“ erhalten – Als ich sie zum ersten Mal sah, wurde mir bewusst, dass ich mich genauso fühlte

Screenshot (15)

Woher nimmst du deine Ideen für die Tipps?

 Die Ideen kommen aus den verschiedensten Quellen. Einige kommen aus den gelesenen Büchern, manche kommen aus Foren, andere ergeben sich im Alltag von alleine. Die meisten kommen jedoch vom lebendigen Austausch mit anderen Müttern. Ich suche immer Kontakt zu Zwillingsmüttern, aber auch Einlingsmütter haben viele Tricks, die doppelt wertvoll sind, wenn man Zwillinge hat 😉

Was ist deiner Meinung nach das Schönste und das Schwerste im Leben mit Zwillingen?

Das Schönste finde ich die vielen ersten Male, die die beiden zusammen erleben. Wenn sie das erste Mal Händchen halten, wenn sie sich zum ersten Mal ansehen, das erste gemeinsame Kichern, das erste gemeinsame Spiel. Ich freue mich auf die vielen ersten Male, die uns noch bevorstehen.

Das Schwierigste finde ich beiden möglichst immer gerecht zu werden. Da sie sehr unterschiedlich sind, haben sie auch sehr unterschiedliche Bedürfnisse. In ähnlichen Situationen wäre die gleiche Reaktion meinerseits für den einen vielleicht zu viel, für den anderen jedoch zu wenig.

Dein Tipp für werdende Zwillingseltern:

Sucht Kontakt zu Zwillingseltern, deren Kinder gleichalt sind. Dieser Austausch war für mich unbezahlbar! Man lernt viel voneinander und niemand sonst versteht einem so gut – Vor allem in den ersten Monaten 😉

Herzlichen Dank liebe Alexandra für dieses Interview und der Erlaubnis es hier auf meinem Blog  zu veröffentlichen…

Und wenn ihr jetzt neugierig geworden seit, dann schaut mal auf ihrem Blog vorbei : doubelyblessedblog

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Mamageschichte: “ Ich war einfach unglaublich erleichtert, wir mussten ziemlich viel drum kämpfen“

ggIch bin 30 Jahre alt und lebe in der Nähe von Hamburg. Mit meinem Mann bin ich seit über 9 Jahren zusammen und seit über 5 Jahren verheiratet. Wir haben 4 1/2 Jahre versucht Kinder zu bekommen und mussten ziemlich viel darum kämpfen. Ich war seit 2011 in einer Kinderwunschklinik. Wir haben ein Jahr eine Hormontherapie gemacht, 2 IUI’s, 1 IVF, 5 Kryos und 2 ICSI’s. Bei der 2. ICSI hat es dann geklappt. Woran es genau gelegen hat kann man nicht zu 100% sagen. Zum einen hatte ich mit 24 Jahren Darmkrebs und mein ganzer Bauchraum ist vernarbt. Dann wurde dieses Jahr festgestellt, dass mein Mann und ich genetisch nicht zusammen passen. Ich bin dann mit ihm in die Uniklinik Kiel gefahren und habe mir seine weißen Blutkörperchen unter die Haut spritzen lassen. Damit wurde ich immunisiert. Danach hat es geklappt. Ob es daran lag, dass wir die Kinderwunschklinik gewechselt haben und andere Medikamente bekamen, oder an der Immunisierung wissen wir nicht, aber Hauptsache es hat geklappt.

2 Tage vor meinem Bluttest Ende September habe ich schon einen Urintest zu Hause gemacht. Als ich den 2. Strich sah, bin ich ins Schlafzimmer zu meinem Mann gerannt und meinte, dass das nicht sein kann. Nach 4 1/2 Jahren so einem Test in Händen zu halten ist wirklich unbeschreiblich. Am 13.10.14 haben wir dann den 1. Ultraschalltermin gehabt. Wir haben sehr gehofft und uns auch schon gedacht, dass es Zwillinge werden, da das Schwangerschaftshormon im Blut 3 Mal so hoch war wie der Durchschnitt.

Als ich am 13.10.14 die beiden Fruchthöhlen sah, musste meine Ärztin gar nichts mehr sagen. Ich meinte einfach nur: Oh mein Gott, es sind 2 Fruchthöhlen, wir bekommen Zwillinge. Mein Mann hat meine Hand gehalten und ich war einfach so unglaublich erleichtert, da wir uns Zwillinge gewünscht haben.

Alle haben sich sehr gefreut. Wir haben in unserem Familien- und Freundeskreis kein Geheimnis drum gemacht was für ein steiniger Weg es war und daher war die Freude umso größer bei allen.

llDie Schwangerschaft verläuft nicht so gut. Ich habe seit der 11. Woche ein Beschäftigungsverbot. Hatte bis zur 20. Woche sehr starke Kreislaufprobleme und war öfter kurz davor umzukippen. Danach fing es an, dass ich nicht mehr soviel laufen soll, da mein Gebärmutterhals verkürzt ist. Schwangerschaftsdiabetes habe ich auch bekommen.
Aber ich liege das jetzt aus. Ich habe mir geschworen nicht zu meckern, sondern bin einfach nur glücklich wenn es den beiden gut geht.
Das schönste Erlebnis bisher war der 1. Ultraschall als wir feststellten, dass es Zwillinge sind und beide Herzen
schlagen und der Zeitpunkt als ich die Tritte auch wirklich als Tritte identifizieren konnte.

Was macht dir am meisten Freude und Sorgen wenn du an die Zeit nach der Geburt denkst?

Ich habe im Augenblick große Panik vor einer Frühgeburt. Und dass die beiden somit längere Zeit auf der Neontologie verbringen müssen. Ich freue mich aber sehr darauf die beiden in den Armen zu halten und kann es kaum abwarten bis sie mich das erste Mal anlächeln.

Hast du Unterstüzung?

Mein Mann unterstützt mich natürlich, aber unter der Woche arbeitet er sehr viel. Ich werde von der Familie und Freunden sicherIich Hilfe bekommen.

Wie habt ihr euch auf die Zwillinge vorbereitet? Was habt ihr erledigt? Was steht noch an?

jjjEine Freundin von mir hat 2 Mal Zwillinge und sie frage ich viel aus. Ich habe schon eine Menge Klamotten gekauft. Das Kinderzimmer ist auch so gut wie fertig. Gerade sind wir dabei uns durch den Elterngeldantrag zu kämpfen.

Dein Rat an Zwillingsschwangere?

Hört auf euren Körper, lasst es ruhig angehen und versucht nicht zu googlen über die Ängste die ihr haben könntet wie eine Frühgeburt. Ich spreche aus Erfahrung 😉

Liebe Olga,

Vielen Herzlichen Dank für diese Offenheit und deine Erlaubnis die Fotos und das Interview auf dem Blog zu veröffentlichen

Alles Gute für dich und deine Familie wünscht Rita ;D

Ganz schön krass..

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Neue Schlagzeile: Mutter zieht Zwillinge aus dem Bauch

Wolfe: „Mit der rechten Hand griff ich nach ihr, irgendjemand half mir, sie zu drehen und sie auf meine Brust zu heben. Jetzt hielt ich beide bei mir!“

„Es war ein wundervoller, persönlicher Moment. Es fühlte sich fast an wie bei einer natürlichen Geburt“, erzählt die glückliche Mutter. Beide Säuglinge waren gesund, Matilda wog 3040 Gramm, Violet 2540 Gramm. Wolfe: „Ich könnte sie den ganzen Tag betrachten.“

Das ist wohl echt ne einmalige Sache. Ich hätte Mir das nicht vorstellen können..ich war sowas von aufgeregt und angespannt bei meinem Kaiserschnitt ..ich glaube ich hätte viel mehr Angst gehabt irgendwas falsch zu machen oder evtl sogar die Kinder ausversehen fallen zu lassen..NE! unvorstellbar für mich!

Aber wohl nicht für diese Mutter ..ihr Lebenstraum war es wohl ihre Kinder alleine aus dem Bauch zu ziehen..dass die Ärzte in Australien da mitmachen ..nicht Schlecht.

Ist ja zum glück alles gut gegangen, Mutter und Kinder sind putzmunter ..von daher; einen Menschen glücklich gemacht! Ist das nicht die Hauptsache?!…trotzdem sitze ich mit offenem Mund da, wenn ich daran denke …

mehr Infos, Bilder und die ganze Story findet ihr auf Bild.de

Handholding „Mono-Mono“ Twins

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Das Bild ist von hier...

Könnt Ihr euch daran noch erinnern?

Es ist schon eine weile her als diese Bilder um die Welt gingen.

Eine Mama aus Ohio war schwanger mit Mono-Mono Twins und bekam am Muttertag das wohl schönste Geschenk dass eine Mutter bekommen kann ..ihre beiden Mädels Jenna und Jullian. Das besondere an dieser Geschichte war; dass die Kinder bei der relativ seltenen Geburt Händchen gehalten haben ♥ ; Zwillinge halt 😀

Ich kann mich an diese Frau sehr gut erinnern und seit dem Ihre Geschichte öffentlich wurde, hatte ich endlich die Möglichkeit den Leuten in meinem Umfeld ohne 1.000 Dinge erklären zu müssen kurz und knapp sagen was bei mir los ist.

Denn sind wir doch mal ehrlich … wenn du sagst es sind Zwillinge, sind die meisten erstaunt oder geschockt dann fangen sie an fragen zu stellen ..

Warum nur Kaiserschnitt? , Warum darfst du zur Feindiagnose?, Warum müssen die Kinder so früh kommen? ..warum…

Sobald man aber anfängt zu erklären..und die Erklärungen bei MonomonoTwins sind halt etwas ausführlicher, da man ja die unterschiede erklären muss um zu verstehen welche Riskofaktoren bestehen, dann schalten die meisten ab und du hörst nur noch ..

naja Hauptsache Zwillinge!

Irgendwann hatte ich es dann satt immer alles zu erklären und hab einfach nur noch gesagt ..es sind Zwillinge fertig! Doch durch diesen Bericht im Tv konnte ich einfach sagen: Habt Ihr das Video gesehen in den Nachrichten?! Die Zwillinge die Händchen Halten..so eine Art bekomme ich auch und dann kam meistens:

..ahhh…ohhhh…achsooo!

Alle wussten bescheid und waren zufrieden..und ich hatte meine Ruhe 😀

Vielen Dank an Steffi die mich auf diesen Artikel aufmerksam gemacht hat..ich muss zugeben, ist auch mir ein bisschen in Vergessenheit geraten 😀

Mamageschichte: Mutter,Vater,Kind … und Zwillinge

Steffi ist 26 Jahre jung, seit dem 12.12.12 glücklich verheiratet und bereits Mutter von drei Töchtern.

…Ich wollte schon immer Mutter werden, auch früh. Spätestens mit 25! Mein Ziel hab ich erreicht! …Mein Mann ist 23 und manchmal ist es noch unglaublich für ihn, dass er schon drei Kinder hat…“

Chiara ist mit zwei Jahren die älteste und die große Schwester der seltenen eineiigen Zwillinge.

Wie war dein Leben vor der Geburt deiner Zwillinge?

…Ich hatte schon eine wundervolle Tochter und wir planten nun ein Geschwisterchen für Chiara. Mein Mann hatte letzten Sommer 2014 seine Lehre erfolgreich abgeschlossen. Er begann diese im 2. Lehrjahr, bevor Chiara zur Welt kam. Dies war für uns manchmal auch nicht gerade einfach, da wir finanziell nicht gerade gut da standen, (ich war 100% Mutter) aber es reichte und wir hatten finanzielle Unterstützung von seinem Vater.“

Wann hast du erfahren dass du Zwillinge bekommst und was hast du damals gedacht und gefühlt?

20141227_155133… Ich habe schon beim ersten Ultraschall in der sechsten Woche erfahren das ich mit Zwillingen schwanger bin. Der erste Moment war der Schock! Zwillinge o_O und als mein Mann und ich dies verdaut haben, kam der nächste Schock, als der Frauenarzt meinte, er wolle mich aufgrund der seltenen Zwillingsschwangerschaft (monochorial-monoamniote) alle zwei Wochen sehen, um Komplikationen bei den Zwillingen auszuschließen, oder früh entdecken zu können. Ebenso um im nächsten Ultraschall auszuschließen, dass es siamesische Zwillinge werden , weil unsere zwei Babys sehr nah beieinander waren. Wie schon bei Chiara, erfuhr es als erster der Bruder von meinem Mann. Er war geschockt 😛 

Wie war deine Schwangerschaft? Was war das Schönste und was das nicht so schöne in dieser Zeit?

10362262_540218996107862_391622641_nDiese Schwangerschaft war total anders als die erste. Ich hatte endlich den tollen Kugelbauch einer Schwangeren ^_^ und sah nicht einfach nur dick aus 😛 auch spürte ich die Bewegungen der beiden intensiv, vor allem wenn ich schlafen wollte 😛

Das meine Kinder nie meine Eltern kenne lernen werden hat mich in der Schwangerschaft sehr belastet. Bei beiden. Meine Mutter hätte sicher sehr Freude gehabt. Jedoch mussten meine Eltern schon früh die Erde verlassen um in den Himmel zu fahren. Mich hatte auch diese ständige Angst verfolgt, ich könnte eines der Zwillinge verlieren. Darum hatten wir sehr lange keinen Kinderwagen und auch das Kinderzimmer nicht eingerichtet. Mein Mann und ich, waren in ständiger Angst :-S Irgendwann lernte ich dann eine Zwillingsmami kennen, die genauso wie ich ein älteres Kind hat und anschließend mono-mono Zwillinge bekam. Sie konnte mir Mut machen, denn obwohl eines Ihre Mädchen das fetofetale Transfusionssyndrom hatte und die beiden in der 31SSW geholt werden mussten überlebte ihr „Spenderbaby“ trotz 30% Gewichtsunterschied und ist heute mit zwei Jahren total normal. ( Außer ihr Gewicht mit 8kg).

Nicht nur die Angst das etwas schief gehen könnte beschäftigte mich, sondern auch die Angst vor Zwillingen. Ich wuchs mit einer auf, die bekam mit 18 zwei Jungs. furchtbar o_O sie machten alles kaputt. Sie hatten keine richtige Erziehung genossen. So hatte ich nur Zwillinge im Kopf, die echt der blanke Horror sind. Doch dank meines Mannes, konnte ich diese Angst langsam abbauen und freute mich durch seine Unterstützung auf beide Mädchen.

928046_415515975252989_1549631640_nIch hatte keine Schwangerschaftsbeschwerden. Ich konnte sogar noch mit dem Arztzeugnis vom Frauenarzt Ferien zu “dritt“ in der Türkei genießen. Doch eine Woche nach den Ferien kamen fast alle Beschwerden auf einmal 😛 Wasser und zwar so viel, dass ich nicht mehr gehen konnte. Das ist auch der Grund warum der Kaiserschnitt um eine Woche vor verschoben wurde. Auch die Übelkeit kam zurück und ich bekam Schwangerschaftsstreifen; die schmerzten o_O ich konnte mich nicht mehr um Chiara kümmern, weil ich mich kaum noch bewegen konnte :-S dass war das schlimmste für mich. Zum Glück hatte mein Mann seine Lehre damals erfolgreich bestanden. Sodass er Urlaub nehmen und mich täglich mit allem unterstützen konnte :-*

10661293_296666113857550_2075164953_nToll war meine Babyparty, sie war ein voller Erfolg und ich hatten super viel Spaß mit meinen Gästen. Das Highlight meiner Schwangerschaft war der große Einkauf für die Babys und das Einrichten des Kinderzimmers.

Alle drei Kinder kamen als Frühgeborene zur Welt.

Bei beiden Schwangerschaften hatte ich einen Kaiserschnitt. Allerdings, bei Chiara einen Notkaiserschnitt wegen einer spät entdeckten Schwangerschaftsunterversorgung und einer Schwangerschaftsvergiftung. Die zwei Mädels Loreen und Noelia sind im September 2014 per geplantem Kaiserschnitt, allerdings doch eine Woche vor dem offizielle Termin zur Welt gekommen.“

Deine Geburt in Stichwörtern

früh morgens, panische Angst vor OP’s und dadurch während dem Kaiserschnitt hyperventiliert und fast in Ohnmacht gefallen – Mein Mann zu Mir: „Schatz du möchtest doch nicht die Geburt von Loreen und Noelia verpassen“ 😛 da wurde ich wieder wacher – viel Blut verloren und musste deswegen wieder vom Spitalzimmer zurück in den OP – Mann bekam angst, ich könnte sterben – Mittagszeit kam die Entwarnung und ich durfte endlich wider hoch in mein Zimmer zu den Babys

Wie waren die ersten Wochen nach der Geburt?

Angenehm ^_^ die kleinen haben nur gegessen und geschlafen 😛 jedoch war der Alltag mit einem Zwillingswagen schwieriger. Vieles war nicht breit genug damit ich durch kam. Trotz unserem besonders schmalen bugaboo Zwillingswagen, denn ich sorgsam ausgesucht habe. (Habe jeden Zwillingskinderwagen ausprobiert von der Beweglichkeit, bis zur praktischen großen Ablagefläche für Einkäufe)

Wie ist Chiara mit der neuen Situation umgegangen?

10665420_514686538665880_1950165565_nIm Krankenhaus hatte Chiara feude und fand es spannend sie zu halten. Zuhause möchte sie die Mädchen noch ab und zu halten, aber das Interesse ist nicht mehr so groß, weil beide noch nicht mit ihr spielen können. Jetzt kommt langsam etwas Eifersucht auf, wenn beide unter dem Spielbogen am spielen sind oder auf dem Sofa liegen. Dann möchte sie auch dort spielen oder genau dort sitzen wo beide liegen. Aber weh macht sie ihnen nicht. Mein Mann arbeitet auch noch nicht, weil ich seine Unterstützung brauche. Sie hatten sehr starke Koliken und da mussten wir fast 3 Monate lang immer ein Baby auf dem Arm halten. Finanziell geht das gut, weil wir in der Schweiz, im Kanton St. Gallen, Mutterschaftsbeiträge bekommen. Das ist finanzielle Hilfe, für Familien, bei denen die Eltern nicht arbeiten gehen können, weil das Kind oder die Kinder mehr Unterstützung brauchen. So wird man ein halbes Jahr unterstützt wenn man deswegen im Existenzminimum leben muss. Mittlerweile arbeitet mein Mann wieder 🙂

Woran kannst du deine eineiigen Mädels unterscheiden? Optisch und charakteristisch.

Loreen war Anfangs die größere und lag tiefer im Becken (ich konnte deswegen manchmal kaum Treppen steigen) und hat dadurch den „Abdruck meines Beckens“ am Kopf. Jedoch wird der Abdruck täglich kleiner. Schon im ersten Monat hat sie jedoch 10cm an Größe zugelegt und bis heute sind beide immer gleich groß. Loreen hat Anfangs mehr geschrien als Noelia. Sie war die ruhigere von beiden. Kurz hat sich dies geändert, doch jetzt wo auch Noelia „pläuderlet“ (spricht) sind beide zufrieden geworden. Jedoch „pläuderlet“ Loreen viel mehr und sucht auch die Aufmerksamkeit. Am liebsten sieht sie schon jetzt gern alles und lächelt jeden an, der sie anschaut. Noelia spielt sehr gerne, wird ihr aber auch schnell zu viel. Sie ist zufrieden, wenn sie nur schon mein Gesicht sieht und etwas zappeln kann. ^_^

Wie ist das Leben heute? Was hat sich verändert?

-Das aus-dem-Haus-gehen 🙂 ich brauch jetzt mit allen drei Kindern und mir eine Stunde um uns einzupacken und alles fertig zu machen. Vorher hatte ich, wenn ich schnell aus dem Haus musste 15 Minuten gebraucht. Auch das alle drei gleichzeitig schlafen kommt leider nicht oft vor, mittlerweile jedoch öfters.

Gibt es einen Unterschied zwischen Mutter sein von einem Kind und Mutter sein von Zwillingen?

Wenn ein Kind schreit, muss man nur ein Kind beruhigen, wenn jedoch zwei Kinder schreien, fragt man sich wen man als ersten beruhigen soll wenn man alleine ist. Auch braucht man alles doppelt so viel ; Kleider, Windeln, Schoppenpulver, Aufmerksamkeit schenken, doppelt glückliche Gesichter ^_^ und und und

Steffis Tipps für werdende Zwillingseltern

Holt euch Unterstützung, sei es im Form, von den Eltern oder Bekannten für ein paar freie Minuten, um mal den Haushalt zu erledigen, oder Zeit für ältere Kinder zu haben. Probiert es den Tag so einfach wie möglich zu gestalten. (Kinderwagen, Tragehilfen, Nahrung) und das wichtigste; vernachlässigt die Partnerschaft nicht. Schaut, dass ihr auch mal an einem Abend zusammen was Unternehmen könnt. So holt man Energie und dies tut der Partnerschaft auch gut. Am besten gleichzeitig schöppeln /fütter so muss man nicht doppelt so viel mal schöppeln. Wer kann, sollte in der Nacht stillen, weil man dies im Halbschlaf machen kann und zusammen mit einem Baby kuschelnd einschlafen kann, bis sich das zweite meldet. Dann tauschen.

Wir haben Unterstützung von einer älteren Dame, (unentgeltlich) Sie geht wöchentlich zwei Stunden mit den zwei Kleinen spazieren. Auch haben wir eine Babysitterin, die hin und wieder vorbei kommt, damit wir mal in ein Kino gehen oder fein Essen gehen können. Familiäre Hilfe haben wir nicht viel aber mit Stolz können wir sagen, wir haben alles alleine geschafft und selten wird jemand das erreichen, was wir seit der Geburt von unserer Ältesten bis jetzt erreicht haben 🙂 Mein Mann sagt auch, dass die Kinder sein Lebensziel sind und das er vor der Geburt der ersten eigentlich nur blind durch die Gegend rannte ohne ein wirkliches Ziel vor Augen.

Lieben Dank Steffi für deine Mühe…liebe grüße und alles gute für deine Familie wünscht euch Rita

Mamageschichte – Der schmale Grad für die richtige Entscheidung

Nachdem ich meinen Beitrag : „Kann man das Leben planen? “ veröffentlicht habe, hat sich Lisa bei mir gemeldet um euch auch ihre Geschichte zu erzählen.

“Ich kann gerne meine Geschichte erzählen; bloß leider ist sie nicht all zu witzig. ^^ Aber es wäre denk ich mal auch aufbauend für andere in meiner Situation..“ Lisa

Lisa führte das Leben einer typisch 20 Jährigen. Sie ging regelmäßig aus, feiert ausgelassen, genoss die Freiheiten und kämpfte mit den Problemen des Lebens.

In einer schweren Zeit, als sie dachte es könnte schlimmer nicht mehr kommen, schlug das Schicksal zu und veränderte ihr Leben schlagartig.

“…Die Umstände waren schwer.. Aber irgendwie haben wir alles gemeistert…Ich war überglücklich mit ihm und hätte alles für ihn getan… “

Seit einiger Zeit lebte Lisa mit ihrem Partner in einer gemeinsamen Wohnung. Leider hatte in dieser Zeit sein bester Freund sehr viel Einfluss in die Beziehung so dass es oft zu Missverständnissen und Streitigkeiten kam.

Als sie gerade in den Abschlussprüfungen steckte eskalierte es. Seit fünf Tagen hatten sie Zoff und er trennte sich. Sie durfte den Raum ohne seine Erlaubnis nicht betreten und wenn sie sich traute ihm ihre Meinung zu sagen , drohte er ihr bis es zur Eskalation kam.

“…Er hat mich aus unserer gemeinsamen Wohnung geprügelt… mich aus dem Bett getreten und wollte mein Zeug aus dem Fenster werfen; bei dem Gerangel schlug er mir mein Telefon an den Kopf – wovon ich eine Schädelprellung bekommen habe…“

“…Um ehrlich zu sein erwische ich mich immer mal noch dabei das sich ein Teil von mir erhofft das alles wieder wie früher wird.. Aber die Realität holt mich dann doch sehr schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Das alles ist halt von jetzt auf gleich so schief gegangen..“

Kurz darauf stand auch schon die Polizei in ihrer Wohnung und erteilte Ihm Platzverbot, sodass sie eine Woche Zeit hatte um ihre Sachen zu packen und auszuziehen. Nachdem Lisa ihre Sachen bei ihrem Vater untergebracht hatte wurde der Stress leider nicht weniger. Die Suche nach einer neuen Wohnung wollte nicht gelingen und als sie Ihre Ausbildung zur Altenpflegerin angefangen hat, kämpfte Lisa mit morgendlichen Kreislaufproblemen.

“…Nach 3 Tagen wurde ich dann von meiner Chefin ins Krankenhaus geschickt mit dem Verdacht auf eine Blinddarmentzündung.. “ Bei der Untersuchung wurde ein Ultraschall gemacht und was sie dort entdeckt hat war unglaublich. In der stressigen Zeit hatte sie nicht bemerkt dass sie schon die ganze Zeit schwanger war und so war der Schock um so größer zu bemerken, dass sie schon in der 14. Schwangerschaftswoche war und dazu noch mit Zweien.

“…Da hab ich die zwei das erste mal gesehen.. Ich hab glaub ich in meinem ganzen Leben nicht mehr so viel geflucht wie zu diesem Zeitpunkt und habe alles bergab rennen sehen..“

Weil Lisa mit Depressionen zu kämpfen hatte, empfohlen ihr die Ärzte einen Abbruch und nicht nur sie, auch Lisas Ex-Partner machte ihr Schuldzuweisungen und wollte einen Kredit aufnehmen um mit ihr nach Holland zu fahren um dort abzutreiben.

“…In den 3 Tagen in denen man sich entscheiden soll, wusste ich nicht wohin mit mir, alle sagten das es das beste sei etc. Doch an dem Tag wo es gemacht werden sollte konnte ich es nicht.. Ich war so erstaunt über das Wunder das gerade ich, wo ich mir doch immer Zwillinge gewünscht habe, tatsächlich welche bekomme…“10540894_10204197760796695_1127364434_n

Die Wochen danach waren sehr schwer für sie. Lisa hatte das Gefühl alle wären gegen Sie und ihrer Entscheidung die Kinder zu behalten. Ihr Ex-Partner wollte das Sorgerecht einklagen und erzählte daher, dass sie eine schlechte Mutter sein würde, da sie ja nur eine schulische Ausbildung abgeschlossen hat und dazu auch noch obdachlos wäre. Doch als er eine Neue kennengelernt hatte, interessierte er sich kein bisschen mehr für die Mäusle.

“Das ist derzeit das einzige was mich sehr beschäftigt.. Ich kann das was er sagt und macht einfach nicht nachvollziehen… Aber das muss ich glaub ich auch nicht.“

“…Zum Glück hat sich meine Familie wieder beruhigt und nach einem langen Gespräch konnten sie auch nachvollziehen, dass ich allein schon der Gedanken daran den Abbruch machen zu lassen falsch fand. Ich konnte es einfach nicht und weiß auch, dass ich es mein ganzes Leben lang nie verarbeitet hätte… Es hat dann auch viele mal überlegen lassen, wie schmal der Grad ist die richtige Entscheidung zu treffen.. Meine Familie freut sich mittlerweile schon fast mehr als ich. 🙂 Aussortieren konnte ich auch gleich… Leute, die mit meiner Entscheidung nicht klar kommen brauche ich nicht…

“…Derzeit läuft alles darauf hinaus das ich die erste Zeit definitiv alleinerziehend sein werde.. Aber ich lasse mir da lieber Zeit, bevor ich wieder so in die Tonne greife. Das Gute (oder auch schlechte manchmal :’D) ist das ich jetzt wesentlich mehr Ansprüche habe als vorher.. Selbst wenn die „Suche“ noch Jahre dauert; ich will den richtigen Vater für meine Mäusels haben und nicht irgendeinen der es vielleicht sein könnte.“

Die Schwangerschaft verlief bisher grandios. Natürlich hat auch Lisa mit den normalen Beschwerden einer jeden Schwangerschaft zu tun, doch größere Komplikationen wurden ihr erspart.

“…Ich selber habe die ganze Schwangerschaft eigentlich mehr Ängste davor, dass ich es nicht schaffe; als dass ich es genießen kann.. Mittlerweile bin ich in der 33. Woche sodass die Freude die zwei Damen endlich in den Armen halten zu können überwiegt…“

Vielen Dank Lisa für deine Geschichte und deine offenen Worte.

Mit den besten Wünschen für dich und deine kleinen Damen, Rita 🙂